Pflege und Teilhabe für ältere Geflüchtete (PuT).
Ältere Menschen mit Fluchtgeschichte, die auf Pflege angewiesen sind oder bei denen ein Pflegebedarf absehbar ist, stehen vor besonderen Herausforderungen: Das Ankommen in einem neuen Land mit fremder Sprache und einer anderen Kultur kann für sich genommen schon anspruchsvoll sein; wenn eine Pflegebedürftigkeit dazu kommt, sorgt das für eine erschwerte Situation. Beispielsweise altern geflüchtete Menschen in Deutschland häufig, ohne dass sie auf gewachsene familiäre oder institutionelle Unterstützungsstrukturen zurückgreifen können und es bestehen sprachliche, kulturelle und strukturelle Zugangsbarrieren. Dabei sind viele Fragen relevant:
Wo bekomme ich Unterstützung? Wie funktioniert das deutsche Pflegesystem? Worauf habe ich Anspruch, welche Unterstützungsangebote passen zu mir? Aber auch: Ich fühle mich einsam. Wo finde ich Gemeinschaft? Wo kann ich mich einbringen und eigene Schwerpunkte setzen?
Frühzeitige Information, soziale Einbindung und Vernetzung.
Hier wird das Projekt „Pflege und Teilhabe für ältere Geflüchtete“ (PuT) aktiv, das sich sowohl an die Pflegebedürftigen selbst als auch ihre Angehörigen richtet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die zahlreichen bestehenden Angebote in Steglitz-Zehlendorf besser zu verzahnen, damit die Zugänge zum Hilfesystem erleichtert werden. Gleichzeitig werden niedrigschwellige Austausch- und Begegnungsformate für die Zielgruppe erprobt. So wird eine bessere Versorgung von älteren Geflüchteten durch frühzeitige Information, soziale Einbindung und eine verstärkte Vernetzung relevanter Akteur*innen angestrebt. Das Projekt will zur Sensibilisierung für (flucht-) migrationsspezifische Perspektiven im Themenfeld Altern und Pflege im Bezirk beitragen.
Ehrenamtliche Strukturen mit gesellschaftlicher Teilhabe.
Gleichzeitig setzt es auf Partizipation und Empowerment, indem es die Perspektiven der älteren Menschen mit Fluchtgeschichte einbezieht und Möglichkeiten für ehrenamtliche Strukturen schafft, damit Menschen aus den Communitys sich gegenseitig unterstützen können. Auch die Entlastung und Vernetzung der Angehörigen untereinander soll hiermit erleichtert werden. Ein besonderer Fokus des Projekts ist die Prävention von sozialer Isolation im Alter bei geflüchteten Menschen, denn das Gefühl, in einer als belastend erlebten Situation Unterstützung und Gemeinschaft zu erfahren, kann entscheidend zu einer positiven Entwicklung und zum Wohlergehen beitragen.
Bei Interesse nehmen Sie Kontakt zu uns auf.
Ansprechperson:
Sophie Schimmerohn
Gemeinnützige Arbeit unterstützen.
Das Diakonische Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf arbeitet gemeinnützig. Mit unserer Arbeit wollen wir unsere Ziele im Einklang der diakonischen Werte umsetzen. Dabei können Sie uns mit Spenden unterstützen.